eco Verband zum Weltgesundheitstag: Internet hält das Gesundheitssystem fit

  • eco Verband: Breitbandausbau wichtig für die Zukunft der Gesundheitsversorgung
  • 7. April ist Weltgesundheitstag
  • 72 Prozent der Deutschen würde auf smarte Lösungen setzen, um im Alter länger selbständig in den eigenen vier Wänden leben zu können

Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April 2018 fordert der eco Verband flächendeckend breitbandiges Internet für Deutschland. „Um die Gesundheitsversorgung der Menschen in ländlichen Gebieten sowie von älteren und chronisch kranke Menschen auch zukünftig zu sichern, ist der konsequente Ausbau der Internet-Infrastruktur notwendig“, sagt Harald A. Summa, Hauptgeschäftsführer des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V. „Das Internet ist die Voraussetzung für die weitere Digitalisierung von Prozessen im Gesundheitswesen, für mobile Health-Lösungen und die schnelle und effektive Kommunikation zwischen Ärzten, Krankenhäusern, Apotheken und dem Patienten.“

Mit dem Weltgesundheitstag unter dem Motto Universal Health Coverage fordert auch die WHO weltweit eine flächendeckende Gesundheitsversorgung. Mit seinem demographischen Wandel und einer alternden Bevölkerung betrifft das insbesondere Deutschland, zeigt die aktuelle Studie von eco und Arthur D. Little „Der deutsche Smart-City-Markt 2017-2022“. Allein in den nächsten zwei Jahren rechnet die Studie mit rund einer Million zusätzlichen Pflegebedürftigen in Deutschland.

Smartes Gesundheitswesen wächst zweistellig

Die Studie prognostiziert durch diese rasante Entwicklung des Internets der Dinge im Marktsegment Gesundheitswesen in den nächsten fünf Jahren ein überdurchschnittliches Wachstum von jährlich rund 19 Prozent. Neue Assistenzsysteme, zum Beispiel zur automatischen Erkennung von Stürzen über das Internet, erleichtern bald die Heimpflege und unterstützen das überlastete Pflegepersonal.

Die Akzeptanz dafür ist in der Bevölkerung groß, wie eine repräsentative Umfrage des eco Verbands und des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigt: 72 Prozent der Deutschen würden auf technische Assistenz-Systeme setzen, um im Alter länger selbstständig in den eigenen vier Wänden leben zu können. „Der Pflegenotstand wird ein gutes Stück durch technische Assistenzsysteme gelöst“, sagt Dr. Bettina Horster, Vorstand der VIVAI AG und Direktorin IoT im eco Verband. „Das Internet macht es für viele Senioren erst möglich, selbstbestimmt und sicher länger zu Hause zu wohnen.“

Die Sicherheit eines Seniorenwohnheims zuhause

Zu solchen intelligenten Smart Home Lösungen gehören etwa Sprachassistenten, Bewegungsmelder, Kontaktsensoren und Erinnerungssysteme. Die überwachen über das Internet die Einnahme von Medikamenten, schalten einen ungenutzten Herd ab und überwachen das Trinkverhalten. Bei Stürzen oder medizinischen Notfällen in der Wohnung benachrichtigen sie Pflegedienste und Angehörige. Ein konkretes Projekt, das die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft mit Hilfe der Digitalisierung lösen möchte, ist Smart Service Power (SSP). Der eco Verband und zwölf weitere Anbieter und Institutionen sind hier als Partner beteiligt.